Kunden informieren sich ausführlich online, bevor der Beschaffungsprozess beginnt. Deshalb dürfen wir dieses Verhalten in die Verkaufsarbeit einbauen. Wir können seit kurzem potenzielle Kunden ansprechen, noch bevor sie geplant hatten, uns anzusprechen. Wir haben Ihnen die wichtigsten Tools zusammengestellt, mit denen Sie von Big Data und dem digitalen Zeitalter profitieren.

Übersicht der Anbieter zu Besucheranalyse-Dienstleistern

Grundsätzlich arbeiten alle Systeme nach dem gleichen Prinzip: Technisch gesehen ist jeder Besuch auf Ihrer Webseite ein Kontakt zwischen zwei Geräten via Internet. Dabei wird beiden Geräten die IP-Adresse des jeweils anderen Gerätes bekannt. Das ist technisch nicht zu verhindern. Allerdings ist es untersagt, die IP-Adresse von Besuchern zu speichern und aufzubewahren. Legal ist es jedoch, den Firmennamen zu speichern, der zu der IP-Adresse gehört. Das wird auch nicht durch den Datenschutz beeinflusst, der lediglich die Speicherung personenbezogener Daten regelt, aber nicht die Speicherung von Firmendaten.

Alle weiter unten besprochenen Dienstleister ziehen die Firmennamen aus einer Datenbank, in der alle IP-Adressen den rechtlich verantwortlichen Unternehmen zugeordnet sind. Dann nutzen sie den Firmennamen, um aus anderen Datenbanken weitere Informationen zu der Firma zu beziehen. Den Unterschied machen die Qualität der Erkennung der Firma und die Qualität der gelieferten Informationen zu dieser Firma.

Dabei werden alle Telekommunikationsunternehmen herausgefiltert, weil jeder Zugang über DSL-Anschlüsse oder mobile Geräte immer über eine der vielen IP-Adressen von Telekom, Vodafone und allen anderen Netzzugangsdienstleistern erfolgt. All diese Adressen werden aussortiert, weil sich sonst ein falsches Bild ergäbe. Wenn also Telekommunikationsunternehmen zu Ihren Zielkunden gehören, werden Sie diese nicht auf den Listen Ihrer Webseitenbesucher finden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Software sich weiterentwickelt oder Preisstrategien sich ändern. Hier die Liste der Dienstleister mit unseren Einschätzungen (Stand Juni 2018):

LeadingReports

www.leadingreports.de
Kostenloser Test: Ja
Monatliche Kosten: ab 199 €. Empfohlene Variante 399 €
LeadingReports GmbH ist ein deutsches Unternehmen. Die Einhaltung deutscher Datenschutzbestimmungen ist daher sehr wahrscheinlich. Um die Funktion zu ermöglichen, muss ein Code auf der Webseite eingesetzt werden und die Datenschutzbedingungen müssen entsprechend ergänzt werden. Das gilt für fast alle der hier vorgestellten Anbieter. Der Zugriff auf Unternehmensdaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ab 399 Euro monatlich enthalten. Andere Länder müssen hinzugekauft werden. Die Benutzeroberfläche ist auf den Einsatz im Vertrieb optimiert. Links zu XING und LinkedIn sind sehr gut umgesetzt. Die Benutzeroberfläche ist auf typische Anforderungen im Vertrieb ausgelegt.

Wired Minds

https://wiredminds.de/
Kostenloser Test: Ja
Monatliche Kosten: ab 400 € (Jahresvertrag) zzgl. einmalig 960€ für Schulung und Einrichtung: Die genauen Leistungsdaten des Vertrages werden individuell mit den Interessenten besprochen und dann erfolgt ein individuelles Angebot.

SalesViewer

https://www.salesviewer.com/
Kostenloser Test: Ja
Monatliche Kosten: ab 99 €. Empfohlene Variante 299 € (bis 500 Erkennungen) 499 € (bis 1000 Ernennungen)
Ebenfalls ein deutscher Anbieter. Auch hier muss ein zusätzlicher Code auf der Webseite genutzt werden. Die Oberfläche lässt zu, dass man Besucher einfach in verschiedene Kategorien einteilt und wiederkehrende Besucher erkennt.

LeadFeeder

https://www.leadfeeder.com
Kostenloser Test: Ja
Monatliche Kosten: kostenlos (keine Darstellung der besuchten Inhalte). Empfohlene Variante 199 US$ (bis 1000 Erkennungen), 299 US$ (bis 3000 Erkennungen)
Ein System, das keine weiteren Veränderungen an der Webseite benötigt, wenn man bereits Google Analytics nutzt. Das ist von Vorteil, wenn man nicht die bestehende Datenschutzvereinbarung ändern will oder es aufwendig ist, Veränderungen an der Webseite zu bewirken. Der Anbieter sitzt in Finnland.

WebProspector

https://www.webprospector.de
Kostenloser Test: Nein, aber 30 Tage Geld-zurück-Garantie
Monatliche Kosten: ab 49 €. Empfohlene Variante 119 €
Bisher keine eigenen Erfahrungen mit diesem deutschen Dienstleister.

LeadBoxer

https://www.leadboxer.com
Kostenloser Test: Ja
Monatliche Kosten: 49 US$ (bis 250 Leads) 99 US$ (bis 1000 Ernennungen)
Sehr genaue Herleitung der Besucherströme und umfassende Möglichkeiten, um die Bewertung der Besucher selbst zu steuern. Dieser Anbieter aus den Niederlanden lässt die User umfangreiche Parameter nutzen, um die Wertigkeit der Leads zu bestimmen.

Snitcher

https://www.snitcher.com
Kostenloser Test: Ja
Monatliche Kosten: 24 US$ bis 54 US$ (unlimitierte Leads)
Dieses Unternehmen aus den Niederlanden zeichnet sich durch eine schier unendliche Anzahl von Integrationen mit anderen Cloudservices aus. Auch hier sind weder ein weiterer Code noch eine Änderung der Datenschutzrichtlinien nötig, wenn Sie bereits Google Analytics korrekt nutzen.

Leadinspector

https://www.leadinspector.de/
Kostenloser Test: Ja (14 Tage)
Monatliche Kosten ab 199 €
Ein deutsches Unternehmen aus Mannheim, das deshalb neben LinkedIn auch XING zur Recherche nutzt. Integrationen zu verschiedenen führenden CRM-Systemen sind möglich.

Machen Sie sich nun selbst ein Bild, welches Tool den Anforderungen Ihres Unternehmens am besten entspricht. Es liegt auf der Hand, dass Big Data modernen Unternehmen bei der Leadgenerierung einen enormen Vorteil verschafft.