Online Marketing umfasst alle Marketingstrategien, die sich aufs Internet beziehen und im Internet stattfinden. Ein weites Feld mit vielen unterschiedlichen Ansatzpunkten tut sich hier auf – manche extrem wichtig, andere eher optional. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche sieben Instrumente Sie in jedem Fall nutzen sollten!

Dreh- und Angelpunkt im Online Marketing ist die Webseite

Nahezu alle weiteren Instrumente und Maßnahmen führen User auf Ihre Webseite. Deshalb bildet sie das Fundament Ihrer Online-Marketing-Strategie. Und wie bei einem Hausfundament gilt auch hier: Solide gebaut sollte sie sein. Für eine Webseite bedeutet das:

  • eine gute Nutzerführung mit einem übersichtlichen Menü
  • nicht zu viel Text- und Bild-Input, der den Besucher regelrecht mit Informationen überflutet
  • eine klare Strukturierung der Texte und Inhalte
  • funktionierende Links, Unterseiten und Weiterleitungen
  • einheitliches Design
  • Impressum und Datenschutzerklärung

Content – der Inhalt macht‘s

Erfolgreiches Online Marketing hängt neben einer professionellen Webseite auch stark von hochwertigem, für Ihre Zielgruppe relevanten Content ab. Wie genau Ihr Content aussehen soll, kommt ganz auf Ihre Themen an. Einige lassen sich besser in einem Video erklären, andere können Sie besser in Infografiken darstellen. Vielleicht kombinieren Sie aber auch verschiedene Formen: Die Infografik fasst einige Aspekte von Blogartikeln gut zusammen. Ein ergänzender Text zum Video spricht diejenigen an, die sich gerade kein Video anschauen können oder wollen. Und wie wäre es mit einem Podcast, in dem sie drängende Fragen Ihrer Zielgruppe diskutieren?

Wie Sie Content erstellen, schauen wir uns einmal beispielhaft anhand eines Blogs an, den Sie auf Ihrer Webseite einbinden.

Dazu recherchieren Sie als erstes, nach welchen Keywords Ihre Zielgruppe überhaupt googelt: Für einen Zahnarzt wären das zum Beispiel „Zahn abgebrochen was tun“ oder „was hilft gegen Parodontitis“. Planen Sie anhand dieser Keywords Ihre Blogbeiträge und streuen Sie die Keywords gezielt im Beitrag ein. Wenn dann ein potenzieller Kunde „was hilft gegen Parodontitis“ sucht, wird er auf Ihren Beitrag stoßen und Ihre Webseite besuchen. Ihre Reichweite bzw. Bekanntheit steigt!

Keine Werbemaßnahme an sich, aber fürs Online Marketing dennoch relevant: SEO

Eng mit den Themen Webseite und Blog hängt die Suchmaschinenoptimierung (SEO) zusammen. Sie sorgt dafür, dass Menschen überhaupt auf Ihren Internetauftritt aufmerksam werden. Beim Online Marketing kommen Sie um SEO also nicht herum, denn Google verteilt die Suchergebnisse nicht nach Belieben auf Seite 1, Seite 2 etc. Das „Ranking“ (so der offizielle Begriff) hängt von über 200, öfters wechselnden Kriterien ab. Zum Beispiel die Übereinstimmung mit dem Keyword, aber auch Seriosität der Webseite oder Ladegeschwindigkeit.

Ist Suchmaschinenoptimierung also kompliziert? Jein.

Sie ist kompliziert, wenn Sie möglichst viele der über 200 Ranking-Faktoren erfüllen möchten. Ist Ihre Branche im Internet hart umkämpft, sollten Sie sich einen SEO-Experten zur Seite holen, der sich für Sie darum kümmert.

Suchmaschinenoptimierung ist hingegen nicht so kompliziert, wenn Sie sich zunächst auf einige grundlegende Aspekte fokussieren, die jeder leicht umsetzen kann. Ganz ausführlich lesen Sie das in unserem Blog auf Content Marketing Star: Was ist SEO? Mit Google zu mehr Reichweite.

SEA – Suchmaschinenwerbung

Noch eine Abkürzung mit drei Buchstaben! SEA steht für Search Engine Advertising, also Suchmaschinenwerbung. Hier geht es um die kleinen Werbeanzeigen, die Sie in den Suchergebnissen sehen. Die Suchmaschinenwerbung basiert auf Keywords und einem Auktionssystem. Was Sie hier vorgeben müssen:

  • Bei welchen Suchanfragen Ihre Werbeanzeige auftauchen soll – zum Beispiel Werbung für Rosendünger, wenn eine Person „Rosenstrauch sieht traurig aus“ googelt.
  • Ob die Suchanfragen zu 100 % Ihren Vorgaben entsprechen sollen, oder ob auch Anfragen wie „Rosenstrauch wächst schlecht“ in Ordnung wären.
  • Wieviel Geld Sie insgesamt ausgeben möchten und über welchen Zeitraum. Google kann je nach Einstellung automatisch das optimale Gebot festlegen.

Werbung: Auch im Internet durchaus noch an der Tagesordnung

Neben der reinen Suchmaschinenwerbung können Sie natürlich auch auf ganz allgemeine Werbeanzeigen setzen – zum Beispiel als Videowerbung auf YouTube oder als Werbebanner auf Webseiten. Der Vorteil hierbei: Diese Werbung schalten Sie über Google – und Sie können dabei für ein zielgruppengenaues Ausspielen der Werbung (indirekt) auf all die Daten zurückgreifen, die Google so über uns sammelt.

Sie haben einen Onlineshop? Dann setzen Sie auf Retargeting! Jeder Besucher, der sich bestimmte Produkte anschaut, erhält in Zukunft Werbung zu diesem oder ähnlichen Produkten. Sie kennen das vielleicht: Man schaut sich einmal eine Tupperdose auf Amazon an und bekommt bald darauf Werbeanzeigen für Plastikdosen und Aufbewahrungssysteme.

Der Nachteil: Viele Menschen stört Werbung einfach nur. Es wird also hier trotz der zielgruppen- und interessengenauen Ausspielung immer Personen geben, an denen Ihre Werbung vorbeizieht. Sei es aufgrund von Adblockern, oder weil sie personalisierte Werbung bei Google deaktiviert haben.

Social Media: Ohne geht’s nicht

Um Social Media kommen Sie heutzutage einfach nicht mehr herum. Wer sich nicht zumindest mit einem professionellen Facebook-Account in den sozialen Netzwerken positioniert, hat schlechte Karten. Social Media als Teil Ihrer Online-Marketing-Strategie eignet sich besonders, um aktiv mit Ihrer Zielgruppe und Ihren Kunden in Kontakt zu treten. Außerdem geben Sie Ihrem Unternehmen so ein „Gesicht“ – besonders, wenn Sie hier Dinge aus dem Joballtag berichten oder Ihre Mitarbeiter zu Wort kommen lassen.

Wofür sich Social Media darüber hinaus lohnt:

  1. Um Traffic auf Ihre Webseite zu lenken. Denn auch hier können Sie Werbung schalten, die sehr genau nach Nutzerinteressen ausgespielt wird.
  2. Um auf Ihren Blog aufmerksam zu machen. Veröffentlichen Sie einen neuen Blogbeitrag, befindet der sich im Grunde erst einmal im luftleeren Raum. Es dauert eine Weile, bis der Beitrag im Ranking von Google auftaucht. Und die wenigsten Kunden schauen regelmäßig in Ihrem Blog vorbei, ob es etwas Neues gibt. Setzen Sie also einfach immer einen kurzen, interessanten Post ab, sobald Sie einen neuen Beitrag veröffentlicht haben.

E-Mail als Bindungsfaktor im Online Marketing

Als letzten zentralen Bestandteil des Online Marketings möchten wir E-Mail-Marketing nennen. Ebenso wie Social Media eignet es sich einerseits, um auf neue Beiträge aufmerksam zu machen. E-Mails aber nur dafür zu nutzen, wäre verschwendetes Potenzial. Sie können damit nämlich auch wunderbar Vertrauen aufbauen, Beziehungen pflegen und Kunden binden. Hier das Kurzrezept für gutes E-Mail-Marketing.

Sie brauchen:

1 Blog
1 Leadmagnet (d.h. ein kostenlos herunterladbares E-Book, Checkliste, Leitfaden, …)
1 Funnel
1 Prise Wissen, was Ihre Wunschkunden beschäftigt und welche Ziele sie haben

So geht’s:

  1. Bieten Sie den Leadmagnet in einem passenden Blogbeitrag kostenlos zum Download an. Interessenten müssen ihre E-Mail-Adresse angeben, an die Sie den Leadmagnet senden. Per Double-Opt-In bestätigen sie, dass sie die Materialien tatsächlich selbst angefordert haben.
  2. Sortieren Sie Kontakte je nach Leadmagnet, über den sie gekommen sind, nach Interessenkategorien.
  3. Überlegen Sie, was diese Personen je nach Kategorie außerdem für Fragen hat. Wer sich einen Leadmagnet über Karies-Risikofaktoren heruntergeladen hat, freut sich nun beispielsweise über weitere Tipps zur Zahnpflege, eine Auflistung zahngesunder Lebensmittel oder einen Vergleich, welche Zahnpflegemittel wirklich helfen.
  4. Planen Sie E-Mails an diese Empfänger, die genau diese Fragen beantworten. So positionieren Sie sich als vertrauenswürdiger Experte. Behalten Sie dabei bitte im Blick, dass sämtlicher Content eines Funnels kostenlos ist – vom Leadmagnet bis zu den Folge-Mails!
  5. Fordern Sie den Empfänger nach einiger Zeit zu einer ersten Handlung auf – zum Beispiel zur Kontaktaufnahme oder zum Buchen eines kleinen Onlinekurses.

So stärken Sie mit interessanten E-Mails Ihre Position und gleichzeitig die Bindung zu Ihren potenziellen Kunden. Denken Sie aber daran: Es wird immer einige Menschen geben, die nicht auf Ihre Angebote eingehen. Machen Sie sich darüber keine Sorgen!

Abschließend: Brauchen Sie Online Marketing überhaupt?

Ja! Online Marketing sollte unbedingt Bestandteil einer modernen Marketingstrategie sein. Mit Online Marketing reduzieren Sie erheblich den Streuverlust, den traditionelle Maßnahmen wie Print oder Plakat aufweisen. Außerdem können Sie im Internet auch ohne viel Budget schon eine Menge bewirken. Das lohnt sich besonders für kleine Unternehmen, die nicht so viel Budget für Marketing und Werbung freistellen können.

Wann fangen Sie an?