Wer seinem Unternehmen mehr Reichweite verschaffen und mit seiner Zielgruppe in engem Kontakt bleiben will, ist mit einem professionellen Auftritt in den sozialen Netzwerken gut beraten. Wir stellen Ihnen heute die wichtigsten Plattformen vor und verraten, was sie im Einzelnen ausmacht.

Der Urvater der sozialen Netzwerke: Facebook

Rund 32 Millionen Nutzer (Stand: 2019) zählt Facebook allein in Deutschland. Gerade bei jüngeren Usern sinkt die Beliebtheit zwar mittlerweile, doch ein Unternehmens-Account auf Facebook ist noch immer Pflicht. Das soziale Netzwerk vereint mittlerweile neben den reinen Text/Bild-Posts immer mehr Funktionen in sich, die andere Netzwerke bisher auszeichneten: Die Storyfunktionen von Snapchat beispielsweise, oder Videos, wie sie von YouTube und TikTok bekannt sind.

Was diese Plattform besonders nützlich für Unternehmen macht? Die Werbefunktion des Facebook Business Managers. Denn darüber können Sie, neben Werbekampagnen auf Facebook, auch ganz bequem Werbung auf der Tochterplattform Instagram schalten. Das Kampagnensystem bietet Ihnen außerdem die Möglichkeit, sehr gezielt Werbung an unterschiedliche Zielgruppen auszuspielen – und zwar als Bild oder Video im Feed selbst, in den Stories oder sogar im Messenger.

Instagram – ein lohnender Kandidat für Ihre Social-Media-Strategie

Mit etwa 21 Millionen Nutzern zählt Instagram in Deutschland zu den beliebtesten sozialen Medien. Hier erreichen Sie vor allem Jugendliche und junge Erwachsene unter 35. Zwar liegt der Fokus auf Lifestyle-Themen, doch zunehmend fassen hier zum Beispiel auch Vertriebs- und Marketing-Accounts Fuß – vorausgesetzt, die Posts sind ansprechend, interessant und hilfreich!

Instagram basiert auf Hashtags (zum Einordnen Ihrer Inhalte) und einem ausgefeilten Algorithmus, der Nutzerinteressen sehr genau erkennt und dafür relevante Posts im Explore-Feed anzeigt. Der Nachteil: Besonders seit Einführung der Reel- und Shop-Funktionen beklagen viele Nutzer einen deutlichen Einbruch ihrer Reichweite. Wer dagegen ankämpfen möchte, sollte auf Reels und Werbeanzeigen setzen sowie das Engagement fördern (d.h.: andere Nutzer kommentieren, liken und leiten Ihre Posts an die eigenen Kontakten weiter).

Instagram ist insgesamt als Plattform mit dem höchsten Engagement bekannt – nutzen Sie das aus, um Ihre Zielgruppe direkt anzusprechen. Zum Beispiel mit einer Umfrage in Ihrer Story! So können Sie schnell und direkt die Bedürfnisse und Meinungen Ihrer Zielgruppe einschätzen.

Twitter – mit kurzen, knackigen Tweets immer am Ball

Bekannt wurde dieses soziale Netzwerk durch seine Kurznachrichten – auch wenn sich deren Limit mittlerweile von 140 auf 280 Zeichen verdoppelt hat. Im Vergleich zu den USA ist Twitter in Deutschland zwar nicht so beliebt. Dennoch können Sie diese Plattform gut nutzen, um Ihre potenziellen Kundinnen und Kunden sehr direkt an Ihrem Unternehmensalltag teilnehmen zu lassen. Das schafft Nähe und Vertrauen. Verpacken Sie Ihre fachliche Kompetenz in knackigen Tweets, können Sie außerdem Ihre Expertise unterstreichen und für mehr Bekanntheit sorgen.
Auch auf Twitter können Sie nun übrigens Geld gegen Reichweite tauschen. Die Werbemöglichkeiten reichen von Sponsored Tweets über Sponsored Accounts bis hin zu Sponsored Trends. Dabei handelt es sich um bezahlte Hashtags, die so künstlich in die Tagestrends gepusht werden. Normalerweise erscheinen dort Hashtags, über die aktuell besonders intensiv gesprochen wird.

XING und LinkedIn – ein Muss für die B2B-Kommunikation

XING und LinkedIn sind im Business quasi alte Hüte – aber dennoch (oder gerade deshalb!) ein wichtiger Baustein, um auch in der „professionellen“ Welt für Reichweite zu sorgen. Während sich die übrigen sozialen Netzwerke besonders für B2C-Beziehungen und das generelle Steigern Ihrer Reichweite eignen, stärken Sie mit XING und LinkedIn gezielt Ihr B2B-Netzwerk. Auch wenn sich die Plattformen sehr ähnlich sind, unterscheiden sie sich doch besonders im Hinblick auf Zielgruppe und Werbeoptionen.

XING

  • Konzentriert sich auf den deutschsprachigen Raum
  • Wichtige Plattform für Selbstständige und Freelancer
  • Werbung: Sponsored Posts und Artikel im Feed, außerdem per Mail

LinkedIn

  • International ausgerichtet
  • Verzeichnet in Deutschland mehr Mitglieder als XING
  • Eher für Fach- und Führungskräfte
  • Werbung: läuft über ein Auktionssystem, bei dem Sie mit anderen Werbetreibenden konkurrieren

YouTube – DIE Video-Plattform mit großer Community

News, Tiervideos, Dokumentationen, Serien: Auf YouTube finden Sie alles, was im Bewegtbild-Format daherkommt. Auch für konkrete Tipps zum Verkaufen oder Anleitungen für Ihr neues Tool oder Produkt eignet sich dieses soziale Netzwerk daher bestens. Mittlerweile ist YouTube zu einer altersübergreifend relevanten Plattform herangewachsen. Es dient dabei nicht allein zum Steigern Ihrer Reichweite.

Auch Werbung können Sie hier schalten – sei es in Form von Werbespots in anderen Videos, als kleine Textanzeigen in den Suchergebnissen oder als Werbegrafik unter einem Video. YouTube ist Teil des Google-Suchnetzwerks. Sie benötigen deshalb einen Google-Account (möglichst für Ihr Unternehmen), können dann jedoch für Ihre Werbekampagnen und Zielgruppenanalyse auf die von Google erfassten Daten zurückgreifen.

Pinterest – der Insider-Tipp für jede Social-Media-Strategie

Ehrlich gesagt ist Pinterest gar kein soziales Netzwerk, sondern im Grundprinzip eher eine Suchmaschine. Warum es dennoch hier auftaucht? Weil es wohl niemand als Suchmaschine bezeichnen würde.

Auf Pinterest teilen Sie Ihre Inhalte in Form von Grafiken oder Videos. Sie werden nicht nacheinander im Feed angezeigt, sondern in mehreren Reihen nebeneinander. Ihre Posts veröffentlichen Sie (möglichst nach Themen sortiert) auf sogenannten Pinnwänden bzw. Boards. Außerdem können Sie gemeinsam mit anderen Nutzern Gruppenboards anlegen, auf denen jeder Beiträge teilt.

Eine gute Möglichkeit also, Ihr Unternehmen bekannter zu machen, den Traffic zu steigern oder Produkte zu bewerben. Das wirklich Besondere an diesem sozialen Netzwerk ist übrigens die Partnerschaft mit Google: Unter Verwendung der richtigen Keywords tauchen Pinnwände auch in den Suchergebnissen von Google auf.

Clubhouse – das soziale Netzwerk für lebhafte Diskussionen

Clubhouse hat zu Beginn des Jahres 2021 einen echten Hype erlebt. Momentan scheint das soziale Netzwerk in Deutschland zwar an Interesse verloren zu haben. Es wird aber immer noch regelmäßig genutzt und dient als nützliche Nischen-Plattform. Bei der Einführung begeisterte Clubhouse als Audio-only-App – ähnlich einem Podcast, bei dem alle mitdiskutieren können. Dieses Alleinstellungsmerkmal löst sich langsam auf, da nun unter anderem auch Twitter mit einer solchen Funktion nachrüstet.
Jede Diskussion auf Clubhouse findet live und ohne Vorproduktion statt. Sie können sich zwar einige Notizen zum Thema machen – wissen aber letztendlich nicht, welche Fragen die Zuhörer Ihnen stellen. Damit eignet sich die App perfekt, um Ihren Expertenstatus zu unterstreichen und so das Vertrauen Ihrer Zielgruppe zu gewinnen. Einziger Nachteil: Die App gibt’s bisher (Stand: Juli 2021) noch immer nur für iOS. Sie erreichen deshalb die Vielzahl der Menschen mit Android-Geräten nicht!

Schauen Sie gerne in unserem Clubhouse-Raum vorbei: Marketing B2B DE

Stellen Sie sich diese Fragen, um die passenden sozialen Netzwerke zu finden

Fakt ist: Um soziale Netzwerke kommen Sie heutzutage gar nicht mehr herum. Wenn ein Unternehmen nicht wenigstens auf Facebook vertreten ist, fällt es bei potenziellen Kunden schnell aus dem Raster. Diese Fragen helfen Ihnen, die passende(n) Plattform(en) für Ihr Unternehmen zu finden:

  • Was bietet Ihr Unternehmen an?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Welche Inhalte möchten und können Sie erstellen?
  • Wie viel Zeit können Sie in Social Media investieren?

Besonders die letzte Frage ist unglaublich wichtig. Denn soziale Netzwerke sind kein Selbstläufer. Sie benötigen aktive Pflege und regelmäßiges Posting – beim einen Netzwerk mehr, beim anderen weniger. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Planen Ihrer Social-Media-Strategie!